Fahrrad - Camping - Urlaub

Anfang August 2000 fuhren wir von Kelheim durch das Altmühltal nach Rothenburg o. b. T., von dort an der Tauber entlang nach Wertheim a. Main. Von hier dem Main folgend nach Bamberg zum Main - Donau - Kanal und am Kanal zurück nach Kelheim. Insgesamt betrug die Strecke 850 km und dauerte 2 Wochen mit einem Tageskilometerdurchschnitt von ca. 50 km.

Karte

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es jede Menge. Die entsprechende Werbung für Privatzimmer und Gasthöfe steht auch an den Fernradwegen. Campingplätze sind leider auf diese Art und Weise noch nicht zu entdecken. Dafür braucht man gute Straßenkarten oder man fragt sich bei der einheimischen Bevölkerung durch.

Wir sind 2 Erwachsene mit unserem 10jährigen Sohn und unseren Fully-Fahrrädern, samt Gepäck und Anhänger. Wegen des Gewichts des Anhängers suchen wir wenn möglich immer ebene Strecken aus. Deshalb ist das Taubertal auch von Rothenburg nach Wertheim einfacher zu fahren, da zwischen Rothenburg und Lauda - Königsfeld einige kurze, steile Anstiege zu bewältigen sind, die dafür aber mit sehr langen Abfahrten und schönen Talausblicken belohnt werden. 

Wir sind deshalb auch nicht immer dem offiziellen Radweg gefolgt, sondern blieben wenn möglich unten im Tal. Da die Radwege auf unserer Tour einigermaßen gut ausgeschildert sind, ist es kein Problem den Radwanderweg später wieder zu finden.

Das Altmühltal

Karte. Wir fangen in Kelheim an. Da wir mit dem Auto anfahren, suchen wir uns am Stadtrand, Richtung Riedenburg, in einer ruhigen Wohnsiedlung am Friedhof, einen Parkplatz für die nächsten 2 Wochen. Von hier aus geht es dann Richtung Gronsdorf zum Kanal. Der Radweg ist einfach zu finden, da hier die Beschilderung noch ausgezeichnet ist. In Gronsdorf wird die Strasse nach Riedenburg nach links überquert und die Radwegschilder führen direkt zum Altmühltal - Radweg am rechten Kanalufer weiter.

Das Schild dem man folgen muss, sieht so aus:

Beschriftet mit : Tour de Baroque, Altmühlradweg.

Der Weg führt immer am Kanal entlang, vorbei an Essing und der längsten freitragenden Holzbrücke (für eine größere Ansicht auf das Bild klicken.) Europas. 

Nach Essing kann man bis Dietfurt immer wieder die Reste des Ludwig - Kanals sehen. Zum Teil sind auch noch alte Schleusen und Kanalstücke vorhanden, an denen der Radweg vorbei führt. Schloss Prunn in der Höhe, die Abzweigung dorthin ist in Prunn am Radweg ausgeschildert. Weiter geht es nach Riedenburg. Sehenswert hier das Kristallmuseum, direkt am Radweg gelegen, nachdem man die Brücke überquert hat. 

Anders als es in den Radkarten angegeben ist, führt der Radweg nach Riedenburg über die Schleuse Riedenburg zurück auf die rechte Kanalseite. Über Gundlfing und Oberhofen geht es weiter nach Dietfurt.

Kurz vor Dietfurt geht der offizielle Radweg rechterhand über die Bundesstrasse vom Kanal weg. Da wir keine Lust hatten, weitere Steigungen zu verfolgen, blieben wir am Kanal. Die Wege sind hier mit Schildern von Dietfurts Wasserwegen ausgeschildert. Ein blaues Zeichen auf weißem Grund. Da zur Zeit unseres Urlaubs in Dietfurt an einer Umgehung gebaut wurde, sind die Beschilderungen für Radwanderer teilweise verschwunden. Um ins Altmühltal zu kommen, sind wir den Wasserwegen am Kanal gefolgt und dann der Ausschilderung nach Töging.

 

Hier in Töging beginnt nun das eigentliche Altmühltal.

  Da wir mit dem Zelt unterwegs sind, sind natürlich auch die Campingmöglichkeiten unterwegs wichtig. Hier im Altmühltal haben wir sogar eine kostenlose Möglichkeit zum Campen entdeckt. In Töging, Kottingwörth, Kinding, Gungolding, und Eichstätt gibt es am Fluss sogenannte Bootsanlegestellen mit Zeltmöglichkeit. Das sind Plätze mit Sitzgelegenheit, Wiese und Toilettenhäusern. Kosten tun sie nichts, das Zelten ist aber auf 2 Nächte beschränkt. 

  Das ist der Platz in Gungolding, da der in Kinding direkt an der Bundesstrasse liegt und uns zu laut war, sind wir bis hierher weiter gefahren. 

Kurz vor Gunzenhausen biegt der Radweg rechts zum See ab. Wir sind links Richtung Ortschaft Wald gefahren. Der Zeltplatz der in den Karten gleich am Seeanfang eingezeichnet ist, existiert allerdings nicht mehr. An seiner Stelle wurde ein Golfplatz eingerichtet. Wer also einen Campingplatz braucht, muss nach Schlungenhof, auf der anderen Seeseite. Hinter Streudorf am See-Ende führt eine Brücke über den sogenannten Altmühlzuleiter. Nach der Brücke gleich links in den Radweg einbiegen. Dann befindet man sich wieder auf dem offiziellen Altmühlradwanderweg.

 

Von hier aus ist es nicht schwer nach Rothenburg zu fahren. Die Ausschilderung ist gut, im Zweifel die örtlichen Radwegschilder Richtung Rothenburg nehmen. Der Radweg selbst führt nicht immer an der Altmühl entlang. Oft verläuft er weit von ihr entfernt meist auf der linken Talseite entlang. Hier hinter dem See ist die Altmühl nur noch ein schmales Flüsschen, mit zum Teil stehendem Gewässer und Seerosen - Bewuchs. 

 

Bis zur Quelle sind wir nicht gefahren, sondern kurz vorher, in Oberfelden, vom Radweg auf die Bundesstrasse nach Rothenburg abgebogen. Bis zum Abend waren wir in Detwang auf dem Campingplatz. Alles in allem brauchten wir für das Altmühltal 3 Tage zum durchfahren. Da es die meiste Zeit geregnet hat, verzichteten wir auf Besichtigungen der meisten Dörfer und Sehenswürdigkeiten am Wegrand.

 

 

Topographische Karte 1 : 50 000, Naturpark Altmühltal, Mittlerer und östlicher Teil, 

ISBN 3-86038-019-2

außerdem Topographische Karte 1 : 50 000, Fränkisches Seenland Naturpark Altmühltal, westlicher Teil ISBN 3-86038-018-4

 

Stadt Kelheim

 

Kartenmaterial für das Altmühltal

 

weiterführende Links Altmühltal

 

Radwegenetz Bayern

 

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Das Taubertal