Amaurodes passerini (WESTWOOD,
1844)
Herkunft:
Ostafrika, Südafrika
Beschreibung:
Der Goliathkäfer Amaurodes passerini, dessen
Unterart Amaurodes passerini nigricans FAIRMAIRE, 1897 bereits vor langer
Zeit Einzug in die Zuchten gehalten hat, stammt aus den feuchten Bergwäldern im
Südwesten der Demokratischen Republik Kongo und aus Burundi (ALLARD 1985). Die
lebhafte Art, deren Körperlänge in der Zucht selten 35 mm überschreitet,
weist große, rote Punkte auf, die in vier Längsreihen auf den samtschwarzen Flügeldecken
angeordnet sind. Die Vorderbrust ist bis auf eine schwarze keilförmige
Zeichnung weiß bereift. In Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit erscheint
diese Färbung zeitweise dunkel bis schwarz, wobei sie farblich nicht mehr vom
Mittelstreifen zu unterscheiden ist. Der Kopf ist nur bei männlichen Tieren weiß
gezeichnet und mit einem kurz gegabelten Horn bewaffnet. Die schwarzen
Hinterbeine, die bei Bedrohung nach oben vom Körper weggestreckt werden,
besitzen weiße Endglieder.
Lebensweise
und Zucht:
Die bis zu 6cm langen Engerlinge von Amaurodes weisen eine schmutzig graue Körperfärbung auf. Sie zeigen ein interessantes Abwehrverhalten: Bei Berührung wird der Körperinnendruck durch Muskelkontraktion erhöht, die Larven erscheinen prall und hart. Ohne weitere Reizung löst sich diese Bewegungslosigkeit erst nach einiger Zeit (ZIEGLER, mündl. Mitt.). Im Laufe ihrer Entwicklung suchen die Larven zunächst feuchte, dann eher trockene Bodenschichten auf. Für die Larvenaufzucht ist daher ein offener Behälter mit hoher Feuchtigkeit zu empfehlen. Im Kokon benötigen die Larven eine erstaunlich lange Zeit bis zur Puppenhäutung. Diese kann bis zu vier Monaten betragen.
In Süd- und Ostafrika ist das Vorkommen
von Amaurodes passerini ausschließlich auf Wälder beschränkt. Der Käfer
kann von überreifen Früchten angelockt werden, ernährt sich dort aber hauptsächlich
vom Saft der Schirmakazie Albizia (HOLM & MARAIS 1992).