Ancistrus dolichopterus, Blauer Antennenwels

Herkunft: S - Amerika, Amazonaszuflüsse

Temperatur ( °C ): 23-27°C  Härte ( °dGH ):

Grösse ( cm ): >13    pH - Wert: >7

 

Der Blaue Antennenwels wird im Aquarium hauptsächlich zur Algenbekämpfung eingesetzt. Die unscheinbar gefärbte Art verdankt ihren Namen dem geweihartigen Auswuchs am Kopf des Männchens. Ihren natürlichen Lebensraum bilden klare und schnellfließende Bäche des gesamten Amazonas-Gebiets in Brasilien.

Entgegen der landläufigen Meinung, daß diese Welse keine besonderen Ansprüche an die Wasserqualität stellen, sollte für seine Pflege im Aquarium dennoch auf klares und sauerstoffreiches Wasser Wert gelegt werden. Das Einbringen von Moorkienholz ist unbedingt notwendig, da dies von den Welsen zur Verdauung benötigt wird. Versteckmöglichkeiten und robuste Bepflanzung sorgen zusätzlich für das Wohlbefinden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Zierfischen ist ohne Probleme möglich, bei der Hälterung mit anderen Welsen sollte darauf geachtet werden, daß jedes Individuum die Möglichkeit zur Revierbesetzung hat. Die gezielte Fütterung der bodenbewohnenden Art kann mit pflanzenhaltigen Futtertabletten, überbrühtem Spinat oder Salatblättern erfolgen.

Die Zucht ist im Gesellschaftsaquarium möglich. Laichbereite Weibchen werden vom Männchen in eine Bruthöhle gelockt, wo sie zwischen 40 und 100 Eier in einer Laichtraube abgeben. Nach der Eiabgabe werden sie vom Männchen vertrieben, das nun die Brutpflege übernimmt. Dabei fächelt es den Eiern und später den an der Höhlendecke hängenden Larven durch wechselseitiges Bewegen seiner Brustflossen ständig Frischwasser zu.


Gattungsinformationen:
Die Gattung ANCISTRUS ist den meisten Aquarianer durch ihren bekanntesten Vertreter, Ancistrus dolichopterus, bekannt, der gerne als Algenvertilger im Aquarium eingesetzt wird. Die Bezeichnung Antennenwels ist auf die geweihartigen Auswüchsen zurückzuführen, die die Männchen am Kopf tragen. 

Neben dieser unscheinbar gefärbten Art sind gerade in der neueren Zeit eine Reihe von Erstimporten aus Brasilien eingetroffen, die deutlich machen, daß auch eine große Anzahl attraktiver Arten in dieser Gattung vertreten sind.

In ihrem natürlichen Biotop bevorzugen ANCISTRUS klare, sauerstoffreiche und schnellfließende Gewässer, wo sie sich an Wurzeln und Steinen festsaugen. Im Aquarium ist insbesondere das Einbringen von Moorkienholz äußerst wichtig, da dieses von den Welsen zur Aufnahme von Ballaststoffen regelmäßig abgeraspelt wird.

Behandlungen mit Medikamenten werden oftmals sehr schlecht (wie z. B. Malachitgrün, in den meisten Medikamenten gegen Ichthyophthirius, Pünktchen-Krankheit) oder gar nicht vertragen (Masoten). Wenn andere Fische behandelt werden müssen, sollten die Welse vorher separiert werden.

Auch bei Metallvergiftungen im Wasser kommt es zu zunächst unerklärlichen Todesfällen. Hier hilft der sofortige Test auf Kupfer im Wasser, da Kupfer sowohl für Welse als auch für Schnecken tödlich ist. Auch beim Einsatz von Schneckenbekämpfungsmitteln sollten die Welse vorher aus dem Becken genommen werden.