Cheirolasia burkei WESTWOOD,
1843
Herkunft:
Südliches Afrika
Beschreibung:
Die Art ist mit sechs Unterarten von Kenia
bis Namibia weit verbreitet. Die Käfer sind dort allerdings nicht besonders häufig
anzutreffen (ALLARD 1985). Der Körper, der eine Länge von 2,5 bis 3 cm
erreichen, ist überwiegend dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Die leuchtend
gelbe Zeichnung, die aus großen Punkten auf den Flügeldecken und einer breiten
Einfassung der Vorderbrust besteht, bildet dazu einen starken Kontrast. Die mit
der gleichen Grundfärbung gezeichnete Körperunterseite zeigt ein breites, weißes
Querband und in Längsreihen angeordnete, weiße Punktreihen. Die Beine der männlichen
Tiere sind mit auffälligen Haarpolstern versehen.
Lebensweise
und Zucht:
Die Art wird erst seit kurzer Zeit
erfolgreich nachgezüchtet. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Vermehrungsrate
der Käfer an eine intensive Beleuchtung des Terrariums gebunden zu sein scheint
(ROTTEVEEL, Newsletters der CBG). Während ihrer Flugperiode von Oktober bis
Dezember werden die Tiere auch in freier Wildbahn erst während der heißen
Mittagsstunden aktiv.
Cheirolasia gilt
nicht nur als eifriger Blütenbesucher, auch Früchte und austretende Säfte
unterschiedlicher Bäume (zum Beispiel Ziziphus, Combretum, Acacia und AIbizia)
werden aufgesucht (HOLM & MARAIS 1992).
DONALDSON (in: HOLM & MARAIS 1992)
berichtet, dass die Larven nur in einer Mischung aus Erde und Dung aufwachsen, für
fünf bis sechs Monate überwintern, vier bis sechs Wochen als Puppe verbringen
und erst nach einer bis drei weiteren Wochen als Käfer aus ihrem Kokon
erscheinen. In der Zucht scheinen die Engerlinge in der Wahl ihres
Verpuppungsplatzes sehr wählerisch zu sein, da sie über Wochen auf der Oberfläche
des Substrats umherwandern. KEILER (mündl. Mitt.) löste das Problem damit,
dass er einen großen Sand-Lehm-Bereich im Substrat einfügte, worin sich die
Larven dann bereitwillig verpuppten. Weiterhin wurde beobachtet, dass sich die
Tiere bis zu vier Monaten in ihren Kokons aufhalten, bis sie letztendlich schlüpfen
(ROTTEVEEL, Newsletters der CBG). Nach dieser Zeit sind die Käfer allerdings
sehr aktiv und erfreuen den Pfleger mit hohen Nachzuchtzahlen.