Colisa lalia, Zwergfadenfisch

Herkunft: Indien, Borneo

Temperatur ( °C ): 22-28°C  Härte ( °dGH ):

Grösse ( cm ):  5  pH - Wert: >7

 

Das natürliche Verbreitungsgebiet des bekanntesten Fadenfischs umfaßt fast den gesamten Indischen Subkontinent, wo er zur Zeit des Monsuns die Sümpfe und die vom Ganges und Brahmaputra überfluteten Reisfelder des Tieflandes bewohnt. Neben der natürlichen Farbform sind aus den asiatischen Züchtereien eine Reihe von farblich recht unterschiedlichen Zuchtformen auf den Markt gebracht worden.

Da Colisa lalia zu den kleineren Arten innerhalb der Gattung gehört, reichen zur Pflege und Zucht bereits Aquarien ab 60 cm Kantenlänge aus. Da die Tiere von Natur aus ruhige Bereiche bevorzugen, sollte dies bei der Beckeneinrichtung beachtet werden. Großzügige Bepflanzung, sowie eine Gliederung mit Moorkienholz und eine Schwimmpflanzendecke, kommt den Bedürfnissen dieser Art sehr entgegen. Gegen eine Vergesellschaftung mit anderen Fischen ist nichts einzuwenden, lediglich auf zu rabiate oder "flossen-knabbernde" Artgenossen sollte verzichtet werden.

Die Fütterung bereitet keine Probleme; jedes gängige Flockenfutter wird angenommen. Sehr gerne werden auch Cyclops oder Artemia gefressen, die schon allein wegen der Abwechslung und ihrer positiven Wirkung hinsichtlich der Ausfärbung der Art angeboten werden sollten.

Zur Nachzucht sollte ein laichwilliges Paar in ein separates Becken gesetzt werden. Hierbei reichen Aquarien ab 20 lt. vollkommen aus, der Wasserstand sollte nicht höher als 15 cm sein. Das Männchen beginnt bei einer leichten Temperaturerhöhung auf 28° C meist sofort mit dem Nestbau. Zur Eiablage umschließt das Männchen das Weibchen mit dem Körper und dreht es auf den Rücken, damit die Eier direkt in das Nest abgegeben werden können. Zu Boden fallende Eier werden, während das Weibchen in einer Art Laichstarre verharrt, vom Männchen eingesammelt und ins Nest gespuckt. Nach dem Ablaichen sollte das Weibchen aus dem Becken entfernt werden, da es meist stark gejagt wird. Die sehr kleinen Jungfische schlüpfen je nach Temperatur nach 36-48 Stunden und müssen zunächst mit Infusorien oder anderem Feinstfutter ernährt werden.


Gattungsinformationen:
Die Gattung COLISA umfaßt zur Zeit vier Arten: C. chuna, C. labiosa, C. lalia und C. fasciata. Sie gehören in die Gruppe der sogenannten Labyrinth- oder auch Kletterfische (Anabantoidei). Der Name Labyrinthfische bezieht sich auf ein spezielles Atemorgan, mit dem den Tieren neben der Kiemenatmung auch die Möglichkeit geboten wird, auch Luft von der Wasseroberfläche aufzunehmen.

Es sind durchweg gut geeignete Aquarienpfleglinge, die keine außergewöhnlichen Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit stellen. Wichtig bei der Pflege von Labyrinthfischen ist, daß sie die Möglichkeit haben, an der Wasseroberfläche Luft aufnehmen zu können.

Die Männchen dieser Gattung sind ausgesprochen farbenprächtige Tiere. Dies gilt besonders während der Fortpflanzungszeit. Dabei werden Reviere gebildet, die gegen artgleiche und -fremde Fische, auch wesentlich größere, verteidigt werden. Alle vier Arten sind Schaumnestbauer, d.h. will man im Gesellschaftsbecken den Bau eines Nestes beobachten, sollte die Wasserbewegung an der Oberfläche nicht zu stark sein. 

Hält man mehrere Tiere in einem Becken, ist für eine teilweise dichte Bepflanzung zu sorgen, in die sich unterlegene Tiere zurückziehen können. Hinsichtlich der Futterfrage gelten sie als genügsam, trotzdem gönne man ihnen Abwechslung in Form von Lebendfutter, vor allem, wenn sie nachgezogen werden sollen.

Colisa-Arten mögen es warm. 25° bis 28° Grad sind empfehlenswert, da sie dabei ihre ganze Farbenpracht entfalten.