Dynastes hercules LINNÉ, 1758
Deutscher Name:
Herkuleskäfer
Herkunft:
Mittelamerika, Südamerika, Kleine Antillen
Beschreibung:
Der Herkuleskäfer, Dynastes hercules, ist
mit sechs Unterarten von Südmexiko bis Bolivien und Venezuela verbreitet (LACHAUME
1985). Männliche Käfer besitzen ein einspitziges, unterseits mit kurzen roten
Haaren besetztes, bis zu sieben Zentimeter langes Brusthorn. Das Kopfhorn ist
deutlich kürzer und unbehaart. Die mit einem kleinen Stirnhöcker
ausgestatteten Weibchen besitzen einen deutlich sichtbaren Haarsaum auf den Flügeldecken
und der Vorderbrust. lm Gegensatz zu den glatten Flügeldecken der Männchen
sind ihre Flügeldecken mit dichten Grübchen übersäht. Die Grundfarbe beider
Geschlechter ist schwarz, wobei besonders die Flügeldecken der männlichen
Tiere mit stark variierenden Punkt- und Linienzeichnungen auf ockergelbem bis
olivgrünem Grund versehen sind.
Lebensweise
und Zucht:
Nicht zuletzt die faszinierende Körpergröße
macht den Herkuleskäfer zu einem begehrten Terrarientier. Die Körperlänge der
größten bekannten Tiere (17,5 cm) wird bei den in Zucht befindlichen Stämmen
zwar nicht erreicht, bei günstigen Temperaturen, guter Nahrung und hohem
Platzangebot für die Larven kann man jedoch bis zu 13 cm lange Individuen
erwarten. Die bis zu 100 g schweren Engerlinge entwickeln sich in einem Zeitraum
von circa zwei bis drei Jahren. Während dieser Zeit erreichen sie
Kopfdurchmesser von 4 mm (erstes Larvenstadium, L1), 8 mm (L2) und etwa 13 mm (L3).
Nach einer Puppenruhe von sieben bis acht Wochen erscheinen die lmagines, deren
Lebenserwartung bei zwei bis vier Monaten liegt.
Beim Herkuleskäfer besteht die Gefahr,
dass sich männliche Tiere bei Kämpfen lebensgefährliche Verletzungen zufügen.
Da auch Weibchen gelegentlich angegriffen werden, sollten Paare nur zur
Kopulation vergesellschaftet werden.