Boa Constrictor imperator

Verbreitungsgebiet: südliches Mexiko, Mittelamerika bis nordwestliches Südamerika

Boa c. imperator bleibt mit ca. 2.50 m in der Terrarienhaltung deutlich kleiner als Boa c. constrictor. Die "Kaiserboas" unterscheiden sich auch durch die wesentlich höhere Anzahl der Sattelflecken (bis zu 30) von der Nominatform.

Kaiserboas aus Kolumbien waren die ersten Boa constrictor, die Mitte der 60er Jahre in größerer Anzahl nach Deutschland importiert wurden. Ihre robuste Konstitution und ihr ruhiges Temperament macht sie zu idealen Terrarientieren für den Anfänger.

1988 wurde von Cayo de los Cochinos, einer Insel vor Honduras, eine interessante Farbvariante der Kaiserboa in größerer Stückzahl nach Deutschland eingeführt. Die Grundfärbung dieser sogenannten Hogg Island Boas reicht von milchigweiß bis hellgraubraun. Einige seltene Exemplare zeigen auch ein knalliges orange.

Das Interessanteste an den Kaiserboas aus Cayo de los Cochinos ist, dass sie ihre Farbe wechseln. Morgens sind sie extrem hell und fast ohne erkennbare Zeichnung, abends wieder dunkler und kontrastreicher.

In Mexiko findet sich eine sehr dunkle Variante von Boa c. imperator, deren Färbung fast ein wenig an Boa c. occidentalis erinnert. Die Einordnung als eigene Unterart, sog. "Boa c. mexicana" hat sich allerdings nicht durchgesetzt.